jubel gegen olfen 2016Ein sehenswerter Freistoßtreffer von Cemil Cem Esen hat der Spvgg. II im Kellerduell der Bezirksliga 11 gegen Schlusslicht SuS Olfen einen wichtigen 1:0 (1:0)-Heimerfolg beschert. In ihrer Nachbetrachtung waren sich die beiden Trainer Norbert Sander (Olfen) und Oliver Gallert (Erkenschwick) einig, dass dieses Duell eigentlich keinen Sieger verdient hatte. „Not gegen Elend“, lautete die nüchterne Analyse der Übungsleiter.

 Cemil Cem Esen (Nr. 19) lässt sich nach seinem Freistoßtreffer zum 1:0 von seinen Mannschaftskameraden feiern.

  „Es ist bezeichnend für unsere aktuelle Situation, dass wir so ein Spiel durch einen Sonntagsschuss verlieren“, meinte der ehemalige Spvgg.-Coach Sander, der die Reserve der Schwarz-Roten in der Saison 2004/2005 schon einmal zum Bezirksliga-Aufstieg führte. „Das war sicher eines unserer schlechteren Spiele“, meinte auch Gallert. Doch der Erkenschwicker Übungsleiter war ob des geglückten Befreiungsschlages seines Teams sichtlich erleichtert.

Die erste vielversprechende Szene der Partie führte gleich zum Siegtreffer nach sechs Minuten. Nach Foul an Leeroy Boatey auf der linken Seite, etwa fünf Meter vor dem Strafraum, zirkelte Cemil Cem Esen den Ball gefühlvoll über die Drei-Mann-Mauer in den linken Torwinkel. Olfens Keeper Christian Götz, der vor Jahren selbst noch das Trikot der Spvgg. trug, war machtlos. Die Gäste ließen sich aber nicht unterkriegen, versuchten früh den Spielaufbau der Hausherren zu stören und selbst Chancen zu kreieren. Und nach zwölf Minuten hatte die Gallert-Truppe Glück, dass Schiri Tufan Poyraz (Gelsenkirchen) nach dem harten Einsteigen im eigenen Strafraum von Sandro Stellmach gegen Andre Zolda nicht auf den Punkt zeigte. Fünf Minuten später konnte auf der anderen Seite der starke Boatey die Hereingabe des sehr fleißigen Marvin Gatberg drei Meter vor dem Tor nicht verarbeiten. Zwei dicke Dinger gab’s dann noch kurz vor der Pause. Erst parierte Götz für Olfen stark gegen den frei vor ihm aufgetauchten Dirk Junge (43.). Auf der Gegenseite vereitelte Daniel Ridder, der nach Verletzung wieder im Kasten stand, die beste Chance der Olfener gegen Michael Jonas mit Glanzparade (45.).

Sander reagierte in der Pause, brachte Torjäger Marvin Böttcher, der aber reichlich Trainingsrückstand hat. Olfen hatte im zweiten Durchgang mehr Ballbesitz, kam aber nur gelegentlich zu Chancen. Und wenn es dann mal brenzlig wurde, war der starke Ridder wieder zur Stelle. Einen 20-Meter-Kracher von Michael Karwot hielt er sicher (73.). Den Schuss von Dennis Böttcher aus halbrechter Position lenkte er stark mit einer Faust zur Ecke (84.). Zittern mussten die Hausherren in der Schlussphase zudem, weil der bereits verwarnte Timur-Can Güven nach Foul Gelb-Rot sah (84.).

Von Olaf Nehls

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