viran ismaelDas war der Befreiungsschlag, den sich die Spvgg. II in der Bezirksliga erhofft hatte. Nach dem 6:3 (1:1)-Sieg bei SuS Stadtlohn II verbesserte sich die Mannschaft von Oliver Gallert auf Tabellenplatz zehn. Der Trainer war zufrieden, vor allem mit der Offensivleistung in der zweiten Halbzeit. Der nach einer Stunde eingewechselte Ismail Viran traf in den letzten 30 Minuten dreimal und war damit einer der Matchwinner für die Gäste. Gallert wusste aber sehr wohl, dass auch die Oberliga-Leihgaben ihren Beitrag zum „Dreier“ geleistet hatten.

Ismail Viran (r.) erzielte beim 6:3-Erfolg in Stadtlohn drei Tore für die Spvgg. II.

  Vor allem Tolga Cengelcki und Emre Koskin sorgten für einen deutlichen Qualitätssprung im Team. Zunächst aber sah es lange nicht nach einem so klaren Erfolg für die „Schwicker“ aus. „Im ersten Durchgang passte es noch nicht, haben beiden Mannschaften viele Fehlpässe gespielt“, sagt Gallert. Es fielen aber nur zwei Tore in den ersten 45 Minuten. Und beide Treffer gab’s in der stürmischen Anfangsphase. Dem 1:0 durch Markus Schmittmann-Wehning (5.) ließ Bilal El-Sabeh fast postwendend das 1:1 folgen (7.), der nach einem Querpass von Cengelcik nur noch einschieben musste. Chancen gab’s danach hüben wie drüben.

Aber erst ab der 60. Minute, als Gallert Viran für El-Sabeh aufs Feld schickte, wurden die Abschlüsse präziser. Cengelcik fackelte einen 25-Meter-Kracher zum 1:2 ab (66.). Kurz darauf glich erneut Mittelstürmer Schmittmann-Wehning für Stadtlohn aus (69.). Doch auch darauf hatten die Gäste eine schnelle Antwort. Nach Zuspiel von Kosgin war Viran erstmals zur Stelle – 2:3 (70.). Und acht Minuten später legte Viran nach Flanke von der linken Seite gleich sein zweites Tor zum 2:4 nach (78.). Es war ein echter Wirkungstreffer, denn Stadtlohn war jetzt konfus.

Geschlagen gab sich der Tabellenzwölfte aber erst vier Minuten später, als Timo Schellerhoff im eigenen Strafraum Marvin Gatberg von den Beinen holte, dafür Gelb-Rot sah und Kosgin die Kugel aus elf Metern zum 2:5 im Tor versenkt hatte (82.).

Zwar konnte Daniel Diekenbrock für Stadtlohn noch einmal verkürzen (87.). Aber Viran schickte beide Teams dann mit seinem dritten Tor zum verdienten 3:6-Endstand in die Kabinen (90.).

Spvgg. II: Ridder – Cinal, Kampmann, Cengelcik, Junge, Gatberg, Esen, Kosgin (85. Kadura), Wolt (18. Kramps), Asseth, El-Sabeh (60. Viran)

von Olaf Nehls

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