junge dirk 4Nur einmal in den letzten fünf Spielen, beim 2:3 beim FC Marl, verließ Bezirksliga-Neuling Spvgg. II als Verlierer den Platz. Zuletzt gab’s sogar zwei Siege in Folge für die Mannschaft von Trainer Oliver Gallert. Sieg Nummer drei soll es am Sonntag geben, wenn Tabellennachbar RC Borken-Hoxfeld ab 14.30 Uhr zu Gast ist am Stimberg. Die Stimmungslage beim Tabellenzehnten hat sich in den vergangenen Wochen deutlich verbessert.

Dirk Junge (l.) ist nach der fünften Gelben Karte am Sonntag gegen Borken-Hoxfeld gesperrt.  Foto: Andreas Letzner

  Irgendwie, so hat man als Außenstehender das Gefühl, war das historische 1:14 bei der SG Borken Ende September das Beste, was den Schwarz-Roten passieren konnte. Gallert hatte seine Spieler danach bei der Ehre gepackt, sogar seinen Rücktritt angedroht. Es folgten richtig gute Spiele, vor allem konnte in den Duellen mit den Mitkonkurrenten Merfeld, Olfen und zuletzt Stadtlohn sogar stets dreifach gepunktet werden.

Jetzt geht’s am Sonntag also gegen Borken-Hoxfeld, das nach Platz fünf in der vergangenen Saison, in dieser Spielzeit den eigenen Ansprüchen hinterherhinkt. Vor Saisonstart hatte es einen Trainerwechsel gegeben. Bernd Olbing löste Dirk Cholewinski als Spielertrainer ab. Und der neue Coach erwartet am Sonntag nach zuletzt zwei Niederlagen gegen TSV Marl-Hüls II (0:4) und FC Marl (1:2), dass seine Mannschaft am Stimberg in die Erfolgsspur zurückkehrt. Immerhin waren die Borkener zuvor fünfmal in Folge ungeschlagen geblieben. „Das wird wieder ein Spiel auf Augenhöhe“, vermutet Gallert, der ohne den gelbgesperrten Dirk Junge und den verletzten Dominic Petek auskommen muss. Der Einsatz von Linus Wolt ist fraglich, der beim 6:3-Sieg in Stadtlohn einen Schlag aufs Knie bekommen hatte und nach 17 Minuten raus musste. Apropos Stadtlohn: Die Partie hat offenbar nicht den gewünschten Effekt bei seinen Spielern gehabt. „Ich hatte das Gefühl, dass sich bei uns der Schlendrian eingeschlichen hat. Da musste ich mal ein paar mahnende Worte an die Truppe richten. Geschenkt wird uns in dieser Saison schließlich nichts.“

Eine gute Nachricht gibt es in Sachen Torwartsuche: Die Spvgg. hat Jan-Michael Ost verpflichtet. In der vergangenen Saison hatte der in Haltern wohnende Keeper noch beim Bezirksligisten SW Eppendorf (Staffel 10) gespielt, sich dort aber nach der Saison abgemeldet. Zuletzt war der 21-Jährige vereinslos. Der Schlussmann, der auf Empfehlung von Ex-Spvgg.-Keeper Michael Strzys zum Stimberg kommt, ist ab dem 1. Januar 2017 für die Schwarz-Roten spielberechtigt und wird dann den Zweikampf aufnehmen mit Daniel Ridder, der nach der Abmeldung von Christopher Ditterle der einzige Torwart im Kader ist.

von Olaf Nehls

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