viran ismaelDie Spvgg. Erkenschwick II hat das Heimspiel am Sonntag gegen den VfB Hüls mit 0:4 (0:3) verloren und konnte sich damit nicht für die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel revanchieren. Die gute Nachricht vorweg. Torwart Daniel Ridder kehrte am Sonntag nach mehrwöchiger Verletzungspause wieder ins Bezirksliga-Team der Spvgg. Erkenschwick zurück. Sein Comeback hatte sich der Schlussmann sicher anders vorgestellt. An der 0:4 (0:3)-Niederlage gegen einen bärenstarken VfB Hüls war der Schlussmann aber machtlos.

Die Partie war gerade einmal 20 Minuten alt, da besang der mitgereiste VfB-Anhang schon stimmungsvoll den Auswärtssieg ihrer Mannschaft. Der Klub vom Badeweiher machte von Beginn an mächtig Dampf, profitierte zudem von haarsträubenden Abwehrfehler der Hausherren. Nach fünf Minuten schoss Sebastian Bozjak einen Freistoß aus dem eigenen Strafraum VfB-Torjäger Mirko Grieß genau in den Fuß. Der Ex-Erkenschwicker, ausgestattet mit einem rechten Hammer, nagelte den Ball unhaltbar für Ridder zur frühen Führung in die Maschen. Und nur zwei Minuten später lief Sven Hagesmeier in einen zu kurz geratenen Rückpass von Bozjak auf seinen Torwart und schob zum 0:2 ein.

Den Gastgebern, die mit drei Sechsern defensive Stabilität geplant hatten, waren alles andere als stabil. So auch in der 20. Minute, als Daniel Filipovic über links davonflitzte, den Ball im richtigen Moment quer auf seinen mitgelaufenen Kapitän Pascal Kötzsch passte, der aus kurzer Distanz mit dem 0:3 früh den Deckel draufmachte. Es hätte noch einmal spannend werden können. Doch erst scheiterte Ismail Viran an VfB-Keeper Yasin Muslubas (37.). Die anschließende Ecke landete bei Marvin Griegel, dessen harter Kopfball auf der Linie geklärt wurde (38.). Kurz vor der Pause tauchte Grieß nach einem Konter frei vor Ridder auf, fand in dem Schlussmann aber seinen Meister.

In Durchgang zwei verstärkte Spvgg.-Trainer Oliver Gallert dann die Offensive, brachte mit Ben Kajan und Marvin Gatberg zwei frische Angreifer. Das nächste Tor machte aber wieder der VfB. – und das war wirklich sehenswert. Wenn es so etwas wie einen perfekt getretenen Freistoß gibt, dann gehört der von Ridvan Demircan nach gut einer Stunde sicher dazu. Aus 20 Metern halbrechte Position jagte der Hülser den Ball diagonal über die Mauer direkt in den Torwinkel. Das Spiel war damit entgültig entschieden.

Die Gastgeber gaben sich dennoch nicht auf. „Wohin das führen kann, haben wir ja damals beim 0:14 gegen Borken gesehen“, meinte Gallert am Spielfeldrand. Stattdessen waren seine Mannen bemüht, zumindest noch den Ehrentrefer zu erzielen. Nah dran war Viran, dessen Schuss aber von der Torlatte zurück ins Feld sprang.

Von Olaf Nehls

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