rw erkenschwickDie Senioren-Stadtmeisterschaften begannen am Freitagabend mit einem Paukenschlag. Als Schiri Christoph Fischer (Dorsten) um kurz vor 22 Uhr das Eröffnungsspiel beendete, da bejubelte Gastgeber RWE einen unerwarteten 2:1 (0:0)-Erfolg gegen Titelverteidiger Spvgg. II. Beide Teams mussten eine ganze Reihe von Stammspieler ersetzen. Bei RWE fehlten noch die verletzten Florian Pagels und Torsten Stondzik sowie Frank Adamski und Cihan Gümüs. Auch die Schwarz-Roten hatten Ausfälle im zweistelligen Bereich.

 

Dafür war erstmals TSV-Neuzugang Ömer Develi dabei. Zudem kamen mit Bastian Kniza, Nils Jäckl und Abdessamad Moughli drei Spieler aus dem erweiterten Kader der ersten Mannschaft zum Einsatz. In einer ausgeglichenen ersten Hälfte hatte Marvin Griegel die erste gute Chance, scheiterte aber aus wenigen Metern am starken RWE-Keeper Mark Horst (7.).

 Auf der anderen Seite hatte Neuzugang Rudi Behrenswerth (kam von der Spvgg. II) gegen die alten Kameraden ein ganz dickes Ding für RWE auf dem Fuß. Seinen Freistoß aus 20 Metern lenkte Spvgg.-Schlussmann Florian Gabisch sensationell an den Pfosten (28.). Elias De Ranca hätte dann das 1:0 für die Spvgg. machen müssen, war aber vor dem Tor nicht konsequent (42.). Und in der Nachspielzeit bewahrte wieder Torwart Horst seine Mannen vor dem Rückstand, als er einen Freistoß aus 20 Metern, stark getreten von Develi, mit einer Glanzparade aus dem Winkel fischte. So mussten die knapp 100 Zu bei den Senioren bis nach dem Wechsel warten.

 Doch nicht lange, denn nur vier Minuten nach dem Wiederanpfiff besorgte der kurz zuvor eingewechselte Sebastian Fricke nach Vorarbeit von Torben Brans die überraschende Führung für den B-Ligisten. Fricke sorgte für Belebung in der Offensive. Und nur drei Minuten später konnte Dennis Meißner den schnellen RWE-Mann nur durch ein Foul im Strafraum stoppen – Elfmeter. Behrenswerth trat an, scheiterte aber wieder an Schlussmann Gabisch. So blieb die Partie in der Folge weiter spannend.

 Der Titelverteidiger erhöhte den Druck, kam aber nicht durch. Die Vorentscheidung fiel in der 74. Minute, als Horst sich plötzlich alleine gegen drei Mann sah, den Querpass aber erahnte und den Ball aus der Gefahrenzone drosch. Das Leder landete bei Behrenswerth. Und der machte dann doch noch sein Tor, per Lupfer über den herausgeeilten Gabisch.

 Als Sinan Özkaya einen an Ben Kayan verschuldeten Foulelfmeter zum 2:1 verwandelte (85.) und kurz darauf der bereits früh verwarnte Emre Odabas nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte sah (88.) wurd’s noch einmal eng, zumal in der Nachspielzeit auch noch Tyfun Kocak mit Gelb-Rot vom Platz musste. Doch der knappe Vorsprung der Rot-Weißen hielt bis zum Schluss.

Von Olaf Nehls

Zum Seitenanfang