gallert oliver 4Die Spvgg. Erkenschwick braucht in der Bezirksliga 9 dringend weitere Punkte, denn sie hat erst einen auf dem Konto. Auf dem Weg dahin könnte es einfachere Aufgaben geben, denn am Sonntag stellt sich mit FC/JS Hillerheide die Überraschungsmannschaft der Liga auf der Jule-Ludorf-Sportanlage vor. Spvgg.-Trainer Oliver Gallert macht keinen Hehl daraus, dass er ein Stück weit auch mit Hillerheide fiebert – normalerweise. „Schließlich habe ich dort zehn Jahre lang gespielt und war fünf Jahre lang Trainer“, sagt er. Am Sonntag aber zählt das zumindest für 90 Minuten nicht:

Oliver Gallert trifft mit der Spvgg. II auf seinen langjährigen Verein und die Überraschungsmannschaft der Liga: FC/JS Hillerheide. Foto: Schneider

 „Wir brauchen die Punkte unbedingt, um den Anschluss zu halten“, sagt der heutige Spvgg.-Coach, für den es aus alter Verbundenheit zu Hillerheide eine emotionale Partie wird. Wie Hillerheide es auf Rang drei der Tabelle geschafft hat, ist vielen ein Rätsel, denn nach vielen Abgängen des Bezirksligateams im Sommer wurde der Kader hauptsächlich aus der eigenen Reserve aufgefüllt. Fakt ist aber, dass die neu zusammengestellte Mannschaft unter Trainer Rabih Such noch kein Meisterschaftsspiel verloren hat. Ganz im Gegenteil: Die „Heider“ schlugen Langenbochum (1:0), Westfalia Gelsenkirchen (2:1) und zuletzt Westfalia Huckarde (2:1), ein Unentschieden gab‘s im Heimspiel gegen Mitfavorit Stuckenbusch (1:1). Es ist also davon auszugehen, dass ein richtig starker Bezirksligist am Sonntag zu Gast ist, auch wenn Hillerheide auf die gesperrten Samet Civkin und Chris Konzok sowie Moritz Bleyer (verletzt) und Urlauber Julian Michalski verzichten muss.

 Während das Selbstbewusstsein der Gäste groß sein dürfte, musste Oliver Gallert seine Mannschaft nach der 3:5-Niederlage bei Genclerbirligi Resse wieder aufbauen. Am Freitag sollte ein schon lange terminierter Mannschaftsabend die Stimmung noch einmal auflockern.

„Ich bin überzeugt: Wenn wir unsere Chancen nutzen, platzt der Knoten“, sagt Oliver Gallert. Die Voraussetzungen dafür scheinen gut. „Wir haben im Training viel am Torschuss gearbeitet, damit die Jungs wieder Selbstbewusstsein bekommen, und an der Defensive. Die Beteiligung war gut.“ Verzichten muss Gallert auf Jan Samamidas (krank) und Dennis Meißner, der sich im Training eine Prellung zugezogen hat.

Quelle: Stimberg-Zeitung

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