ceglarek marcoWas für ein verrücktes Spiel: Da war die Spvgg. Erkenschwick II dem sehnlich erhofften ersten Sieg zur Pause beim Zwischenstand von 3:0 gegen FC/JS Hillerheide schon so nah – und machte sich das Leben dann selbst noch einmal richtig schwer. Zwei Gelb-Rote und eine Rote Karte verhinderten den ersten Erfolg der Schwarz-Roten beim 3:1 zwar nicht, dämpften die Freude aber deutlich. Spvgg.-Trainer Oliver Gallert saß nach dem Abpfiff geknickt auf seiner Bank und sagte: „Ich kann mich über den Sieg überhaupt nicht freuen.“

 

 der zweiten Hälfte ging es nur noch darum, den Ball aus der Gefahrenzone zu schlagen, wie es hier Marco Ceglarek (links) macht. Die Spvgg. II brachte den Sieg zu acht ins Ziel. Foto: Schneider

Der Grund dafür war das Verhalten einiger Spieler in der zweiten Halbzeit und dessen Folgen. 3:0-Führung zur Pause Im Vorfeld der Partie gegen seinen langjährigen früheren Verein hatte Gallert sich optimistisch geäußert, dass der Knoten bei seinem Team trotz des guten Laufs des Gegners endlich platzen würde. Sinan Özkaya brachte die Gastgeber früh in Führung (3.), aber das verlieh der Spvgg. II nicht die erhoffte Sicherheit. Florian Gabisch musste ein, zwei Mal sein ganzes Können aufbieten, um sein Tor sauber zu halten. Trotzdem wurde die Führung noch vor der Pause erhöht. Nach Vorarbeit von Kadir Özüzgün traf der Hillerheider Michael Schnell ins eigene Tor (41.), dann erzielte Özüzgün sogar noch das 3:0 (45.+1). Drei Platzverweise in Hälfte zwei Dass es noch einmal eng hätte werden können, hatten die Schwarz-Roten sich hauptsächlich selbst zuzuschreiben. Zunächst beging Dirk Junge ein unnötiges Foulspiel an der Seitenauslinie, für das er die Gelb-Rote Karte sah (51.). Seine erste Karte hatte er vor der Pause gesehen, obwohl laut Gallert Sinan Özkaya da die Regelwidrigkeit begangen hatte, dennoch war der Platzverweis überflüssig. Luca Fabian Schulz machte es eher noch schlechter. Er foulte im Mittelfeld, diskutierte und klatschte dem Schiedsrichter Beifall – die Konsequenz war zunächst Gelb, dann Gelb-Rot (57.). Sinan Özkaya soll den Schiedsrichter zehn Minuten vor Schluss auf Türksich beschimpft haben, was ihm die Rote Kate einbrachte.

 Dass Hillerheide das nicht ausnutzte, war dem aufopferungsvollen Kampf der restlichen Spvgg.-Spieler, der Einfallslosigkeit Hillerheides und dem bärenstarken Florian Gabisch zu verdanken. Er parierte nach einer Stunde einen Foulelfmeter von Muhammed Elmas und war auch sonst bis auf eine Ausnahme immer zur Stelle. Bei Hillerheides Treffer zum 3:1 durch Bryan Guddatis (82.) war er machtlos.

Quelle: Stimberg-Zeitung

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