junge dirk 5Es hätte alles so schön sein können nach dem ersten Sieg der noch jungen Bezirksliga-Saison (3:1 gegen Hillerheide). Doch so richtig glücklich war man bei der Spvgg. II nicht. Drei Platzverweise trübten die Stimmung und bereiten auch Trainer Oliver Gallert vor dem Auswärtsspiel bei Aufsteiger SG Suderwich (Sonntag, 15 Uhr, Lülfstraße) einige Sorgen. „Die Gelb-Rote Karte von Dirk Junge nehm’ ich mal raus“, sagt der Übungsleiter. „Er hat beim zweiten Foul nicht mehr daran gedacht, dass er vorher schon Gelb hatte. Das kann im Eifer des Gefechts passieren.“

Dirk Junge Dirk Junge (l.) fehlt nach einer Gelb-Roten Karte in Suderwich.  Foto: Andreas Letzner

 Später sah dann auch noch Luca Schulz, Sohn von Ex-Profi Frank Schulz, die Ampelkarte. „Und das war richtig dumm und unnötig“, sagt Gallert. Nach Foul an Schulz forderte dieser zunächst eine Verwarnung für seinen Gegenspieler. Als es die aber nicht gab, applaudierte der Mittelfeldmann in Richtung Schiedsrichter Maurice Smialkowski. Und der Mann an der Pfeife verstand da keinen Spaß, schickte Schulz vorzeitig zum Duschen.

 Und offenbar verfügt Smialkowski auch noch über einige Kenntnisse der türkischen Sprache. Denn als Sinan Özkaya, mit drei Saisontoren bester Stürmer der Schwarz-Roten, eine Entscheidung des Unparteiischen kurz vor Ende in seiner Heimatsprache kommentierte, gab’s glatt Rot für den Angreifer. Wie lange Özkaya fehlt, steht noch nicht fest.

 Der Platzverweis wird vor der Spruchkammer verhandelt. „Es werden wohl mehr als vier Wochen“, befürchtet Gallert. Der Übungsleiter muss in Suderwich zudem auf Jonas Feldhausen (im Urlaub), Ben Kajan (zu einer Taufe eingeladen), Marco Zeglarek (fährt zu einer Hochzeit) und Maurice Simmer (ist privat in Berlin) verzichten. Julian Kaliczok, ohnehin nur noch Stand-by-Spieler, wird zudem nicht mehr für die Bezirksliga-Mannschaft spielen.

„Elf Mann bekommen wir aber zusammen. Notfalls reichen ja auch acht, wie man gegen Hillerheide gesehen hat“, scherzt Gallert. Einsatz und Kameradschaft hätten da gestimmt. Tugenden, die auch an der Lülfstraße gegen den erstaunlich stark gestarteten Aufsteiger (Platz zwei mit zwölf Punkten aus fünf Spielen) gefragt sein werden. „Das wird ein hartes Stück Arbeit. Suderwich macht das bisher sehr, sehr gut. Die Mannschaft wurde gezielt verstärkt, zudem hat Trainer Nassir Malyar für jeden Gegner einen Plan, wie er seine Mannschaft spielen lassen muss“, schickt Gallert noch ein paar Komplimente nach Recklinghausen.

Von Olaf Nehls

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