gallert assethDie Spvgg. Erkenschwick II bestreitet am Sonntag (Anstoß 15 Uhr) beim FC/JS Hillerheide ein richtungsweisendes Spiel. Personell hat der Klub aber schon jetzt einige Weichen gestellt. Wohin sportlich die Reise in der nächsten Saison geht für die Bezirksliga-Mannschaft der Spvgg. Erkenschwick, steht noch nicht fest – wohl aber wer die Reisebegleiter sind. Am Mittwochabend hatte der Vorsitzende Hermann Silvers alle Trainer und Verantwortlichen des Klubs um sich geschart. „Wir haben die Marschrichtung und die Ziele für die nähere Zukunft abgesteckt“, sagt der Spvgg.-Boss.

 

Gallert Asseth Mario Asseth (r.), hier noch mit seinem Vorgänger Oliver Gallert, soll sich auch in der nächsten Saison mit Philipp Lennartz und Michael Bröhl um die U23 der Spvgg. kümmern.

 Und dabei ging es natürlich auch um Personalien, wie Silvers erklärt. „Wenn wir die Gespräche mit den aktuellen Spielern führen, wollen die natürlich wissen, mit wem sie es in der nächsten Saison zu tun haben. Und ich gehe bei der zweiten Mannschaft ganz stark davon aus, dass Mario Asseth, Philipp Lennartz und Michael Bröhl weitermachen. Unterschrieben ist zwar noch nichts, aber alle haben mir gesagt, dass sie bleiben. Sonst hätten wir diese Gespräche ja auch nicht mit ihnen führen müssen.“

Ob es in der Spielzeit 2018/ 2019 weiter Bezirksligafußball auf der Jule-Ludorf-Sportanlage zu sehen gibt oder ob es dann doch zurück in die Kreisliga A geht, das werden die nächsten Spiele zeigen. Jetzt also kommt es am Sonntag auf dem Kunstrasenplatz auf der Maybacher Heide zum Rückspiel mit dem FC/JS Hillerheide. Und für beide Teams steht einiges auf dem Spiel. Die Schwarz-Roten belegen mit 16 Punkten den ersten Nichtabstiegsplatz, haben nur einen Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge. Nicht viel mehr Zählbares sammelte Hillerheide, das als Tabellenelfter und einem Spiel mehr 20 Punkte auf dem Konto hat.

 Das Hinspiel war eines dieser Duelle, die man nicht so schnell vergisst. Die Schwarz-Roten führten durch Tore von Sinan Özkaya und Kadir Özüzgün sowie einem Eigentor von Michael Schnell schon zur Pause relativ komfortabel mit 3:0. Doch dann beging zunächst Dirk Junge ein unnötiges Foulspiel, für das er die Gelb-Rote Karte sah (51.). Luca Fabian Schulz foulte im Mittelfeld, diskutierte und klatschte dem Schiedsrichter Beifall – die Konsequenz war zunächst Gelb, dann Gelb-Rot (57.). Sinan Özkaya soll den Schiedsrichter zehn Minuten vor Schluss auf Türkisch beschimpft haben, was ihm noch die Rote Karte einbrachte. Mehr als den Ehrentreffer durch Bryan Guddatis zum 3:1 brachten die Recklinghäuser Gäste gegen acht „Schwicker“ aber nicht mehr zustanden.

 Mit einem ähnlichen Ergebnis, wenn auch mit weniger dramatischem Spielverlauf, könnte Philipp Lennartz auch am Sonntag bestens leben. Und der ehemalige Jugendtrainer, der zuletzt die U17 des VfB Hüls coachte, und aktuelle Altherrenspieler der Spvgg. ist optimistisch. „Wenn wir eine Leistung zeigen, wie beim 1:1 vor 14 Tagen gegen Huckarde, könnte es was werden“, sagt der Erkenschwicker Co-Trainer.

„Wir haben Huckarde dominiert. Hillerheide hat zwar letzte Woche beim 0:0 auch einen Punkt gegen Huckarde geholt, dabei aber wohl viel Glück gehabt.“ Personell wird es mit Abdessamed Moughli und Kevin Hegel wohl wieder mindestens zwei Mann von oben geben. Dazu kehrt Ben Kajan ins Team zurück. Fehlen werden aber Ömer Develi und Torwart Florian Gabisch.

von Olaf Nehls / Medienhaus Bauer

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