bozjak sebastian2Die Spvgg.-Reserve, die auf dem staubigen Ascheplatz am Senghorststadion gedanklich wohl schon beim mit Spannung erwarteten Derby gegen Grün-Weiß am kommenden Sonntag war, baute ihre Siegesserie weiter aus. Die „Schwicker“ feierten den zehnten „Dreier“ in Folge und holten aus den vergangenen zwölf Spielen beachtliche 34 von 36 möglichen Punkten.

 

 In Hochlarmark aber musste die Elf von Spielertrainer Daniel Bergmannshoff, der am Sonntag noch gefehlt hatte, aber jetzt wieder ins Team zurückgekehrt war, mächtig kämpfen. Nur selten fand der Favorit im ersten Durchgang eine Lücke in der dicht gestaffelten Hintermannschaft des Außenseiters. Preußen-Coach Thomas Beck, der mit seiner Mannschaft zuletzt dreimal in Folge verlor (u.a. die Duelle gegen die direkten Konkurrenten Disteln und Titania) hatte seiner Mannschaft erwartungsgemäß eine Mauertaktik verordnet. Auf der anderen Seite agierten die Gäste vom Stimberg zunächst übervorsichtig. So endeten die ersten ereignisarmen 45 Minuten torlos.

 In Halbzeit zwei schien die Vorentscheidung schnell gefallen zu sein. Sebastian Bozjak traf mit einem verunglückten Schuss aus 16 Metern zum 0:1 (48.) und legte kurz darauf nach herrlichem Solo das 0:2 nach (53.). Als Ahmet Özcan dann nach einer Hereingabe und einer zu kurzen Abwehr den Abpraller zum 0:3 versenkte (65.), schien die Partie entschieden zu sein. Doch Hochlarmark kämpfte sich zurück. Der Ex-Erkenschwicker Arif Demirci ließ die Beck-Truppe mit dem 1:3 (67.) und 2:3 (70.) wieder hoffen. Jetzt spielten beide Teams mit offenem Visier.

 Erst als der zunächst fragliche Stefan Ortmann die Kugel mit einem 18-Meter-Hammer volley zum 2:4 ins Tor drosch (75.), war die Moral der Preußen gebrochen. In der Schlussviertelstunde verwalteten die Gäste den Vorsprung souverän und so blieb es am Ende beim verdienten, aber glanzlosen Sieg.

von Olaf Nehls

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