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nebi  batmanKeine Frage, dieser Sieg war Balsam auf die zuletzt geschundenen Seelen – auf die eigenen und auf die der Anhängerschaft. Oberligist Spvgg. Erkenschwick bekam nach dem 5:0-Erfolg über den ASC Dortmund warmen Applaus der eigenen Fans spendiert. Mit Recht.

 

Batman_Nebi  Bleib hier, mein Freund: Deniz Batman (rechts) hat Mühe, Erkenschwicks Schützen zum 1:0, Arda Nebi, einzufangen.  Krimpmann

So konzentriert und zielstrebig wie am Sonntag waren die Schwarz-Roten lange nicht in ein Meisterschaftsspiel gegangen. Zwar war beileibe nicht alles Gold, das glänzte. So hatte der ASC Dortmund bis zur Erkenschwicker 2:0-Führung sogar ein, zwei sehr gute Möglichkeiten.

 Die beste vereitelte Christoph Kasak, der einen Schuss von Santiliano Braja von der Torlinie köpfte (11.). Kasaks Stellungsfehler begünstigte danach Tim Schwarz, der aus aussichtsreicher Position nur das Außennetz traf (21.).

 Aber da eben jenes vorentscheidende 2:0 schon nach 27 Spielminuten amtlich war, entwickelte sich aus schwarz-roter Sicht endlich ein Spiel, in dem der Mannschaft von Trainer Magnus Niemöller vieles gelingen sollte.

 Kapitän Nils Eisen ging stramm voran, war auffälligster Spieler von Beginn an und zauberte in der 12. und 27. Minute zwei Zuckerpässe aus dem Fußgelenk, die Arda Nebi und Stefan Oerterer im ASC-Strafraum nur noch zu verwerten brauchten.

 Während Nebi den Steilpass fußgerecht präsentiert bekam, musste Oerterer noch ein wenig abbremsen und das Rund an die beiden nicht nur in dieser Situation ziemlich reaktions- und antrittsschwachen Dortmunder Innenverteidiger vorbei legen.

„Da hab’ ich mich echt irgendwie durchgefummelt. Aber so einen brauchte ich auch mal“, atmete der Torjäger nach Spielende auf. Zuletzt hatte „Ö“ bekanntlich deutlich weniger Schussglück.

 Bezeichnend, dass die beiden Treffer dem ganzen Team Auftrieb verliehen. Und als die Spvgg. auch die kurze Dortmunder Drangphase direkt nach der Halbzeit überstand, wurde es ein Spiel, wie es Trainer und Fans geradezu herbei gesehnt hatten. Nun gab es Tormöglichkeiten satt und – endlich – auch Tore.

 Stefan Grummel leitete das 3:0 mit einem Pass in die Schnittstelle auf Nebi ein, der das Leder gekonnt an Keeper Held vorbeilegte (65.).

 Vier Minuten später traf Davide Basile vom Elfmeterpunkt zum 4:0, nachdem Schiedsrichter Caballo Perez eine Aktion des eingewechselten Rafik Halim gegen Oerterer als Notbremse wertete und den Dortmunder auch noch vom Feld stellte. Damit beließen es die „Schwicker“ nicht, für die Oerterer nach 87 Minuten noch das 5:0 besorgte. Es war ein Resultat, das selbst dem Trainer Respekt abnötigte: „Nach den letzten Wochen war es schließlich nicht einfach für uns.“