boettcher dvdIhren 100. Geburtstag begeht die Spvgg. Erkenschwick zwar erst im Juni. Das erste Geschenk für den Traditionsverein und seine Anhängerschaft gibt es aber jetzt schon: Eine CD, die 100 schwarz-rote Fußballjahre lebendig werden lässt.

Enthalten auf der Compact Disc ist eines der umfangreichsten Archive, die es von einem Amateurverein im Ruhrgebiet gibt: Gerd Böttchers Chronik der Spvgg. Erkenschwick.

Seit 1975 dokumentiert der Recklinghäuser das aktuelle Geschehen um den Verein und seine erste Mannschaft. Parallel dazu hat Böttcher Fotos, Geschichten und Fakten aus den Anfängen der Spvgg. und den golden Erkenschwicker Fußball-Jahren zusammengetragen. Jahre, die Böttcher selbst miterlebt hat. Schon bald, nachdem er als kleiner Steppke 1947 mit seinen Eltern aus Sachsen in die Stimberg-Stadt übergesiedelt war, gehörte Böttchers Fußball-Liebe den Schwarz-Roten. „Zur Saison 1950/51 bin ich in den Verein eingetreten – als Spieler der 2. Schüler“, erzählt der 73-Jährige. „Die Spielvereinigung war immer mein Verein und wird es bleiben.“
  
Gerd Böttcher hat seine Chronik „nach alter Vater Sitte“ erarbeitet – mit Papier, Kugelschreiber, Schreibmaschine und Aktenordnern. Die Idee, alles zu digitalisieren und „auf den Markt“ zu bringen, treibt ihn seit Jahren um. „Ich denke, der 100. Geburtstag der Spielvereinigung ist genau der richtige Moment, damit an die Öffentlichkeit zu gehen.“
  
Was dabei herausgekommen ist, dürfte für alle Schwarz-Roten eine Fundgrube ersten Ranges sein. Wer die CD von Anfang bis Ende aufmerksam studiert, ist tagelang beschäftigt. Aber auch wer sich nur schnell informieren will, wird bedient.
 
Böttcher hat mit Dr. Eberhard Heupel einen Computerkenner ins Boot geholt. Der hat rund 2 200 Seiten für den Datenträger gescannt und eine Suchfunktion eingerichtet. Mit ihr lässt sich ganz gezielt nach Erkenschwicker Kickern, nach Gegnern oder Spielklassen suchen.
 
350 Exemplare hat Gerd Böttcher herstellen lassen – und dabei soll es auch bleiben. „Ich hoffe, dass die CD ankommt. Mehr nachzudrucken habe ich erst mal nicht geplant“, sagt Böttcher. „Es sei denn, das Ding findet reißenden Absatz und es melden sich noch 100 weitere Interessenten.“
 
Die CD bietet Gerd Böttcher für – natürlich – 19,16 Euro zum Verkauf an. Was nach Produktionskosten übrig bleibt, wird Böttcher der Spielvereinigung zur Verfügung stellen. Mindestens zehn Euro pro CD. „Ich weiß, das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagt der Recklinghäuser. Aber immerhin, es ist einer.
 
INFO: Erhältlich ist die CD ab sofort direkt bei Gerd Böttcher unter Tel.: 023 61 / 49 86 21.
 
 
 
Quelle: www.stimberg-zeitung.de
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