Der erste Übungsleiter tritt in Aktion

Mit dem Aufstieg in die A-Klasse im Jahre 1924 des Kreises Recklinghausen konnte der Verein stolz und zufrieden sein.

Seitens des Vorstandes gab man sich aber keinen Illusionen hin. Man wußte, daß in der A-Klasse ein härterer und auch gekonnterer Fussball gespielt wurde. Um auch in dieser Klasse bestehen zu können, wurde ein konsequenter Weg und ein konsequentes Training für die Mannschaften unbedingt erforderlich. Daher wurde mit Beginn des Spieljahes 1925 auch der erste Übungsleiter (Trainer) für die 1. Mannschaft verpflichtet. Es war der Gelsenkirchener Sportfreund Josef Nowak, der vom VfL Resse 08 zur Spielvereinigung kam. Seine technischen Fähigkeiten der Mannschaft zu vermitteln, war oberstes Gebot. Josef Nowak verstand es, der Elf ein systemvolles Spiel einzuprägen. Das intensive Training machte sich bei einigen talentierte Spielern besonders bemerkbar. Beispielsweise bei Werner Trapp und Willi Eising.

Der neu verpflichtete Trainer Nowak sah es für sich als Aufgabe an, neben dem Fussballsport auch einen "Ausgleichs-sport". zu betreiben. So kam die 1. Mannschaft.auch zur Leichtathletik. Bei den leichtathletischen
Wettkämpfen konnte die Spielvereinigung die Sportkameraden Höckelmann, Schwamberger, Knieper und Scheidt zu stolzen Erfolgen verhelfen.

Zwischenstand in der A-Klasse Westfalen Südkreis im Sommer 1925

Wie bereits von 1922 bis 1924 erstreckte sich die Spielzeit 1924/1926 wieder über zwei Jahre (Stichwort Reform "Neuen Weges").

So sah es nach den ersten Jahr aus:

1.

Germania Datteln

14

8

5

1

21

2.

BV Hamm 1909

12

9

2

1

20

3.

BV Marl 1919

14

8

3

3

19

4.

Spielvereinigung Erkenschwick 1916

14

6

5

3

17

5.

SV Bockum Hövel

14

7

3

4

17

6.

SC Preussen Hochlarmark 1911

14

6

3

5

15

7.

Kamen

14

5

4

5

14

8.

Preussen Horstmar

14

7

0

7

14

9.

BV Recklinghausen Süd 1919

12

6

1

5

13

10.

SC Preussen Werl

13

6

1

6

13

11.

SC Lünen Nord 1919

14

6

1

7

13

12.

SV Werne 1916

14

6

0

8

12

13.

SV Husen Kurl

12

2

1

9

5

14.

Sportvereinigung Massen

13

1

1

11

3

15.

SC Holzwickede 1912

12

0

2

10

2

 
Weiterer Saisonverlauf in der A-Klasse Westfalen Südkreis (Spielzeit 1924 bis 1926)

Durch das relativ günstige wirtschaftliche Umfeld und durch die sportliche Erfolge angeregt, verzeichnete die Spielvereinigung Erkenschwick einen immensem Zulauf von jungen Menschen. Drei Senioren- und zwei Jugendmannschaften wurden von Josef Nowak, den es im Frühjahr 1923 von Scherlebeck zum Stimberg zog, hervorragend in Taktik und Konition durch viel Laufarbeit geschult.

Spvgg erkenschwick alt Weitere Erfolge konnten nicht ausbleiben. Besonders zum 10-jährigen Stiftungsfest, das am 17. und 18 April 1926 stattfand, wollten die Akteure ihrer bereits größeren Anhängerschaft durch einen vorderen Tabellenplatz in der A-Klasse kundtun, dass sie vielfach schon totgeglaubte Spielvereinigung noch lebt.

Vor dem letzten Spieltag, am 28. März, hatte sich Erkenschwick eine hevorragende Ausgangsposition gesichert: durch einen Sieg gegen den Tabellenzweiten BV hamm hätte man mit Bockum-Hövel 40 Punkte, sodass ein Endscheidungsspiel um den dritten Platz ausgetragen werden musste und damit eine Chance für die 2. Liga bestand. Die Spvgg. spielte mit Hamm Katz und Maus und gewann verdient mit 4.1.

Tabelle A-Klasse Westfalen Südkreis (Saison 1924/1926)
Ausschnitt der ersten 6 Vereine:
Platz Mannschaft Sp. Gesamt Pkt.
01 SV Germania Datteln 28 20-06-02 46-10
02 BV Hamm 1909 27 20-02-05 42-12
03 SV Bockum-Hövel 29 17-06-06 40-18
04 Spvgg. Erkenschwick 1916 (N) 28 16-06-05 40-16
05 BV Marl 1919 25 14-03-08 31-19
06 SC Preußen Hochlarmark 1911 (M) 26 14-03-09 31-21

Wer nun meinte, es würde zügig zum Ausscheidungsspiel Spvgg. Erkenschwick gegen Bockum-Hövel kommen, der unterschätzte die träge Bürokratie des Verbandes. Zunächst verhängte man zwei Monate später ein Wiederholungsspiel gegen BV Recklinghausen, weil das erste Spiel, dass am Volkstrauertag von Erkenschwick mit 3:2 gewonnen wurde, für ungültig erklärt wurde.

Doch damit nicht genug, gab es immer noch kein Ausscheidungsspiel, sondern man spielte ein kleines Ausscheidungsturnier. Beteildigt wurden neben Erkenschwick und Bockum-Hövel, Hochlarmark, BV Lünen und VfB Waltrop.

 Tabelle Aufstiegsrunde zur 2. Bezirksklasse:
Platz Mannschaft Sp. Gesamt Pkt.
01 SC Preußen Hochlarmark 1911 3 3-0-0 6-0
02 SV Bockum-Hövel 3 2-0-1 4-2
03 BV Lünen 1905 2 1-1-0 3-1
04 Spvgg. Erkenschwick 1916 3 0-1-2 1-5
05 VfB Waltrop 3 0-0-3 0-6

Anmerkung: Die Tabellen sind unvollstängig! Hilfe gesucht!

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Aufgestiegen in die höhere Klassen sind die ersten drei (SC Preußen Hochlarmark, SV Bockum-Hövel und BV Lünen). Die Spvgg. Erkenschwick ging bei diesen Turnier leer aus.

Ob es Proteste gab, war nicht zu übermitteln. Ein Geheimnis blieb auch, nach welcher Berechtigung Hochlarmark, Lünen und Waltrop überhaupt ausgewählt wurden.

 

Zur Saison 1926/1927

Quellenverzeichnis:
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