bv brambauerBrambauer gewinnt erneut
Dieser BV Brambauer ist ein Fall für sich. Da pfeift der Fußball-Westfalenligist schon vor den Turnierstarts aus dem letzten Loch. Da türmen sich während der Spiele die nächsten personellen Probleme auf. Logischerweise geht ihm auch noch fast die Puste aus.
Aber irgendwie reichte es schon wieder. Wenige Tage nach dem Weihnachtsturnier bei Teutonia SuS Waltrop ließ das Team von Siggi Rummel beim Turnier des VfB Waltrop erneut im Finale den TuS Eving-Lindenhorst verzweifeln, der auch bei diesem Turnier bis kurz vor Schluss das beste Team war.
Austragungsort: Sportzentrum Nord in Waltrop

Gruppe A
  • VfB Waltrop - BV Brambauer 0:5
    Platz Verein   Sp. Gesamt Tore Diff. Pkt.
    1. BV Brambauer bv brambauer 4 3-0-1 13:5 +8 9
    2. Teutonia SuS Waltrop teutonia waltrop 4 2-1-1 7:5 +2 7
    3. Mengede 08/20 mengede_08 4 1-2-1 9:8 +1 5
    4. VfB Waltrop vfb waltrop 4 1-1-2 4:9 -5 4
    5. FC Brünninghausen fc_bruenninghaus 4 1-0-3 3:9 -6 3
  • Teutonia Waltrop - Mengede 2:2
  • FC Brünninghausen - VfB Waltrop0:2
  • Mengede - BV Brambauer 3:1
  • Brünninghausen - Teutonia Waltrop 0:1
  • VfB Waltrop - Mengede 2:2
  • Brambauer - Teutonia Waltrop 3:2
  • Mengede - Brünninghausen 2:3
  • VfB Waltrop - Teutonia Waltrop 0:2
  • Brambauer - Brünninghausen 4:0
Gruppe B
  • Spvgg. Erkenschwick - SC Dorstfeld 0:0
    Platz Verein   Sp. Gesamt Tore Diff. Pkt.
    1. Tus Eving-Lindenhorst tus_eving-lindenhorst 4 4-0-0 10:3 +7 12
    2. SC Dorstfeld sc dorstfeld 4 2-1-1 9:8 +1 7
    3. Hombrucher SV hombrucher sv 4 1-1-2 2:6 -4 4
    4. TuS 05 Sinsen tus_05_sinsen 4 1-0-3 6:7 -1 3
    5. Spvgg. Erkenschwick spvgg erkenschwick 2014 4 0-2-2 3:6 -3 2
  • TuS Eving-Lindenhorst - TuS Sinsen 3:2
  • Hombrucher SV - Spvgg. Erkenschwick 3:3
  • Sinsen - Dorstfeld 1:2
  • TuS Eving - Hombruch 4:1
  • Spvgg. Erkenschwick - Sinsen 0:2
  • Dorstfeld - Eving 0:2
  • Sinsen - Hombruch 1:2
  • Spvgg. Erkenschwick -Eving 0:1
  • Hombruch - Dorstfeld 0:3
Neunmeterschießen um Platz 3
Teutonia Waltrop - Dorstfeld 2:1
Finale
Brambauer - Eving 4:2

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Siggi Rummel (früher VfB) und Michael Häming (früher Teutonia) ließen Montag kurz vor Mitternacht ihrer Freude freien Lauf: „Wir sind halt eine Turniermannschaft.” Eine ganz große in der Halle. Auch dank Osman Kumac. Der trieb die Evinger im Finale schier zur Verzweiflung und hatte diesmal mit Häming an der Seite den optimalen spielstarken Partner.
Der 4:2-Sieg (je zwei Tore von Kumac und Häming) war der Höhepunkt eines jederzeit spannenden Turniers, das sogar in der Vorrunde bis zuletzt offen war. Das aber auch fast durchweg ungewohnt hitzig verlief. Nur gut, dass es bei der Fahrt von Felix Backszat (Brambauer) ins Krankenhaus blieb. Der hatte sich die Schulter ausgekugelt und kurz vor dem Finale bekam Rummel glücklicherweise Entwarnung, dass es nichts Ernsteres war.
Schon die Vorrunde produzierte Schlagzeilen. Zum Beispiel durch den krassen Außenseiter TuS 05 Sinsen, der eigentlich in die Halbfinals gehört hätte. Das Team von Norbert Sander spielte frech auf und musste seine drei Ein-Tor-Differenz-Niederlagen erst in den letzten Sekunden hinnehmen. Das starke 2:0 gegen den Westfalenliga-Spitzenreiter Spvgg. Erkenschwick durch Tore von Marc Meuter und Mirko Grieß hatte Hoffnungen genährt, aber der Rest war nur noch kurios. „Ich bin dennoch rundum zufrieden”, sagte Trainer Norbert Sander: „Vielleicht waren wir etwas zu grün.” In jedem Fall war sein Team eine Bereicherung und besser als die hoch gelobte Spielvereinigung aus Erkenschwick, die sich gar ohne Sieg und als Vorrundenletzter verabschieden musste. „Man hat gesehen, dass die Jungs nichts riskieren wollten. Sie haben nur 50 Prozent gegeben”, sagte Co-Trainer Patrick Courteaux. „Ja, wir haben offenbar dieses Turnier nicht ernst genug genommen.” Das soll sich Mittwoch beim Mitternachtscup in Herten ändern. „Diese Veranstaltung ist Kult. Vielleicht hat da schon jeder dran gedacht.”
Jürgen Klahs, Trainer des Gastgebers VfB Waltrop, war nur über das 0:5 gegen den BV Brambauer verbittert. „Danach haben wir im Rahmen unserer Möglichkeiten gespielt. Mehr ging nicht.” Für Ortsrivale Teutonia war es schön, wieder mal eine Runde weiter gekommen zu sein und beinahe hätte es nach dem starken Halbfinale gegen Eving sogar zum Endspiel gereicht. Immerhin zusätzlich sehenswert das Neunmeterschießen um Platz drei, in dem Keeper Andreas Wilhelm gleich drei Schüsse hielt (auf der anderen Seite parierte auch der Ex-Waltroper Stefan Pacher zweimal) und Carsten Steinmann den 2:1-Siegtreffer über den SC Dorstfeld markierte.
Die restlichen Schlagzeilen gingen wieder in die Nachbarstadt nach Brambauer. Mit Joachim Coors schied noch ein zweiter Spieler aus. Rummel aktivierte den auf der Tribüne sitzenden Dennis Köse. Gegen den SC Dorstfeld war im Halbfinale durchaus eine Portion Dusel dabei. Aber die Finalteilnahme wirkte wie eine Vitaminspritze.
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