So qualifiziete sich die Spvgg. für die 1. Hauptrunde 
Ergebnisse Westpokal 1966

 Runde

Datum 

Begegnung 

Ergebnis 

 1. Runde

31.07.1966

SV Linen - Spvgg. Erkenschwick

1:2 

 2. Runde

07.08.1966

VfL Hörde - Spvgg. Erkenschwick

3:5 

 3. Runde

19.11.1966 

SSV Hagen - Spvgg. Erkenschwick

1:2 (1:0)

 Viertelfinale

Spvgg. Erkenschwick - Rot-Weiß Oberhausen

1:0 (1:0)

 Tor: 1:0 Seidenkranz (33.)   Zuschauer: 2.000

rw oberhausenAls der Schlußpfiff ertönte, stand das Stimbergstadion bucgstäblich auf dem Kopf. Begeisterte Zuschauer stürmten das Spielfeld. Es war aber auch erstaunlich, was die Erkenschwicker gegen den hohen Favoriten aus Oberhausen zu bieten hatten. Von der ersten Spielminute an erhielten sie von ihren Anhängern Beifall auf offener Szene und die Gäste vom Niederrhein staunten nur über die unerwartete Spielstärke der Amateure. 

Damit qualifizierte sich die Spvgg. Erkenschwick zum zweiten Mal für die erste Hauptrunde des DFB-Pokal! 

Modus
Stand ein Spiel nach 90 Minuten unentschieden, wurde es um 2 X 15 Minuten verlängert. Ist dann immer noch keine Entscheidung gefallen gab es ein Wiederholungsspiel. Dort hatte der Gastverein des ersten Spieles das Heimrecht.
Qualifikation
  •  Altoner FC 96 - 1. FC Nürnberg 2:1;
  • Hessen Kassel - Eintracht Frankfurt 6:2
1. Runde
dfbpokalBorussia Dortmund - 1. FC Köln 2:2 n.V. und 0:1; Eintracht Braunschweig - MSV Duisburg 2:3 n.V.; FC Schalke 04 - Borussia Mönchengladbach 4:2; Duisburger FV 08 - ETB Schwarz-Weiß Essen 0:2; Alemannia Aachen - FK Pirmasens 1:1 n.V. und 1:0; SVW 07 Mannheim - Fortuna Düsseldorf 1:3; Hessen Kassel - Werder Bremen 2:2 n.V.und 1:2 n.V.; Hertha BSC Berlin - FC Bayern München 2:3 n.V.; Altoner FC 93 - Hamburger SV 0:6; Rot-Weiß Essen - Karlsruher SC 1:2; VfB Lübeck - Kickers Offenbach 0:1 n.V.; Arminia Hannover - TSV 1860 München 1:4; 1. FC Saarbrücken - VfB Stutgart 2:4; Spvgg. 1916 Erkenschwick - Stuttgarter Kickers 1:0; Hannover 96 (Amateure) - Borussia Neunkirchen 2:2 n.V. und 1:2; 1. FC Kaiserslautern - Hannover 96 2:1.
ANMERKUNG: Am 14.01.1967 wurden die Stuttgarter Kickers vor 7000 Zuschauer Im Stimberg-Stadion geschlagen. Das goldene Tor erzielte Sochaki. So erreichte man als erster Amateurverein in Deutschland nach Beendigung des zweiten Weltkrieges und Wiederaufnahme der Pokalspiele im Jahre 1953, das Achtelfinale (Runde der letzten 16). Und hier lehrte man dem Pokalsieger des Vorjahres FC Bayern München, das Fürchten!

1. Hauptrunde: Samstag, 14. Januar 1967, 14 Uhr (Stimberg-Stadion) 

Spvgg. Erkenschwick - Stuttgarter Kickers 1:0 (0:0)

  • stuttgarter kickersSpvgg.: Herbert Freese - Gerd Ortmann, Götte, Jonscher, Norbert Hutmacher, Zurawka, Karl-Heinz Seidenkranz, Braun, Lorenz, Sochaki, Werner Schwamberger
  • Stuttgart: Paul - Dienelt, Steeb, Schäffler, Walter, Popovic, Schurr, Fürther, Kröner, Haug, Menzel
  • Tor: 1:0 Braun (83.)
  • Zuschauer: 7.000
  • SR: Mailand (Bremen)  
Achtelfinale
die jungs aus dem puettsepp maier"Wer ist denn Erkenschwick?" So fragte Sepp Maier, als er erfuhr, die dortige Spielvereinigung sei der nächste Pokalgegner der Bayern im Achtelfinale des DFB-Pokal 1966/67. Dieser Ausspruch - in der Presse herausgestellt - hatte für ihn unerwartete Folgen. Aus dem Ruhrgebiet bekam er einen dicken Brief, der Informationsmaterial über die Stadt, einen Plan, eine Wanderkarte und sogar eine Einladung enthielt. Der zünftige Bayer Sepp Maier, der einen Drohbrief befürchtete, war fast gerührt, als er den Inhalt des Umschlags studiert hatte. Vier Erkenschwicker Verkäuferinnen waren die Absenderinnen, die dem damaligen Nationaltorhüter auf ihre Art die Bekanntschaft mit dieser Stadt vermittelte. Am 4. Februar 1967 ließen dann 20 000 Zuschauer den "Stimberggeist" erwachen. Voller Spannung und Erwartung sah man der bevorstehenden Auseinandersetzung entgegen. Reporter von Presse, Funk und Fernsehen waren anwesehend. Sie alle kamen aus verschiedenen Teilen des Landes. Man witterte eine Sensation...
  • 1. FC Köln - Hamburger SV 0:0 n.V. und 0:2;
  • Alemannia Aachen - Karlsruher SC 4:2;
  • Borussia Neunkirchen - Werder Bremen 1:1 n.V. und 2:1;
  • VfB Stuttgart - FC Schalke 04 0:1;
  • 1. FC Kaiserslautern - Kickers Offenbach 0:0 n.V. und 0:1 n.V.;
  • ETB Schwarz-Weiß Essen - Fortuna Düsseldorf 1:1 n.V. und 0:1;
  • Spvgg. 1916 Erkenschwick - FC Bayern München 1:3;
  • TSV 1860 München - MSV Duisburg 1:0.

ANMERKUNG: Die Amateure der Spielvereinigung schafften gegen die Bayern zwar nicht die Sensation, bewirkten, daß der Pokalverteildiger Schwerstarbeit leisten mußte. Alle vier Tore fielen vor den 20.000 Zuschauern nach der Pause. An Dramatik war die Pokalschlacht besonders in der zweiten Halbzeit kaum zu übertreffen. Auf dem Spielfeld setzten die Amateure den Bundesligisten eine Stunde lang nicht nur kämpferischen Einsatz, sondern auch eine taktisch gute Einstellung entgegen. Vor allem ließen die Gastgeber die Flügel Brenninger und Roth nicht zur Geltung kommen. Es dauerte jedenfalls bis zur 67. Minute, ehe Gerd Müler endlich den Bann brechen konnte. Die Freude der Münchener über das Führungstor dauerte allerdings nur fünf Minuten. Dann verwandelte Sochaki einen Foulelfmeter zum 1:1. Fast mit dem nächsten Gegenzug war Gerd Müller erneut am Zug und besorgte den zweiten Münchener Treffer. Nun erst klappten die Schwicker zusammen, so daß Ohlhauser in der 79. Minute mit dem 1:3 alle Zweifel beseitigen konnte. "Herrje, war das schwer" stönte Bayern-Kapitän Werner Olk nach dem Schlußpfiff. Erkenschwicks Trainer Matejka strahle dennoch nach dem Spiel. Seine Jungen hatten den "Profis" einem Kampf geliefert, womit die Münchener nie gerechnet hatten.

Achtelfinale: Samstag, 4. Februar 1967, 14:30 Uhr (Stimberg-Stadion)

Spvgg. Erkenschwick - FC Bayern München 1:3 (0:0)

  • bayern muenchenSpvgg.: Freese - Ortmann, Götte - Zurawka, Hutmacher, Jonscher - Seidenkranz, Lorenz, Braun, Schwamberger, Sochaki - Trainer: Matejka.
  • München: Maier - Kupferschmidt, Schwarzenbeck - Nowak, Beckenbauer, Olk - Roth, Ohlhauser, Gerd Müller, Grosser, Brenninger - Trainer: Cajkovski.
  • Tore: 0:1 Gerd Müller (68.), 1:1 Sochaki (73. Foulelfmeter), 1:2 Gerd Müller (78.), 1:3 Ohlhauser (79.)
  • Zuschauer: 20.000 (ausverkauft)
  • Schiedsrichter: Schäfer (Hamburg-Buchholz)
Viertelfinale
  • TSV 1860 München - Fortuna Düsseldorf 2:0;
  • Kickers Offenbach - Hamburger SV 0:0 n.V und 0:2;
  • Alemannia Aachen - Borussia Neunkirchen 3:1; 
  • FC Schalke 04 - FC Bayern München 2:3.
Halbfinale
  • Hamburger SV - Alemannia Aachen 3:1;
  • FC Bayern München - TSV 1860 München 3:1.
Endspiel (am 10.06.1967 in Stuttgart)
  • FC Bayern München - Hamburger SV 4:0.

bayern muenchenDFB-Pokalsieger 1967 wurde der FC Bayern München. Den Bayern gelang es als zweite Mannschaft (nach dem Karlsruher SC in den Jahren 1955/1956) seit Einführung des DFB-Pokals 1953, den Titel zu verteidigen.

 
Zum Seitenanfang