rudy_andrzejAls technisch versierter Aufbauspieler im Mittelfeld blieb Andrzej Rudy, der unter anderem für den 1. FC Köln und den VfL Bochum in der ersten und zweiten Bundesliga spielte, den deutschen Fußball-Fans in Erinnerung.

   Siegens Trainer Andrzej Rudy. Foto: Haselbach 


Auch in seiner aktuellen Aufgabe als Trainer der Sportfreunde Siegen, die sich Sonntag (15 Uhr) in der NRW-Liga bei der Spvgg. Erkenschwick vorstellen, muss der ehemalige polnische Nationalspieler das Spiel seiner Mannschaft entwickeln. Als Aufstiegsanwärter gestartet, rangiert Siegen nur im Mittelfeld. Vor der Partie in Erkenschwick sprachen wir mit dem 45-jährigen Siegener Trainer.

Hallo, Herr Rudy! Am vergangenen Wochenende spielte Ihre Mannschaft 1:1 gegen den VfB Hüls. Ist das Unentschieden in einem Heimspiel zu wenig?
„In dieser Partie war sicher mehr drin. Ich bin über das Ergebnis auch ein wenig enttäuscht. Die spielerische Leistung meiner Mannschaft war in Ordnung. Leider haben wir wieder einmal unsere Chancen nicht genutzt.“

Viele Trainerkollegen hatten Ihre Mannschaft noch im Aufstiegsrennen auf dem Zettel. Ist der Zug abgefahren oder hoffen Sie noch, oben angreifen zu können?
„Wir haben als Saisonziel einen Platz zwischen fünf und zehn ausgegeben. Und dabei bleiben wir. Wir können ruhig und ohne großen Druck weiter arbeiten. Die Mannschaft ist auf einem guten Weg, hat sich in meiner Zeit als Trainer spielerisch weiterentwickelt.“

In den beiden Spielen nach der Winterpause holte Siegen jeweils nur einen Zähler. Was fehlt noch, um dreifach zu punkten?
„Wir müssen erst unseren Rhythmus finden. Außerdem fehlte uns in beiden Partien auch das nötige Quäntchen Glück. Wir müssen, um das Glück zu erzwingen, weiter hart an uns arbeiten. Wenn wir die Leistung aus den letzten Spielen bringen, dann bin ich zuversichtlich, dass wir bald wieder drei Punkte einfahren werden.“

Ihr neuer Stürmer Marius Sowislo, der aus Kleve kam, erzielte nun sein erstes Tor. Ist er die erhoffte Verstärkung?
„Wenn er das nicht wäre, dann hätten wir Marius Sowislo nicht verpflichtet. Wir haben uns früh um ihn bemüht und sind froh, dass er bei uns ist. Aber Marius spielt nicht allein, sondern er benötigt auch eine Mannschaft um ihm herum, die ihm hilft.“

Sie haben in Siegen noch Vertrag bis 2012. Wie sehen Ihre Ziele mit dem Verein aus?
„Wir arbeiten schon an der kommenden Saison. Dann wollen wir unseren guten Weg fortsetzen. In der nächsten Spielzeit wird es durch die Umstellungen der Regionalligen wesentlich härter. Da ist der Verein schon unter Zugzwang, aufsteigen zu müssen.“

Sonntag geht es zur Spvgg. Erkenschwick. Wie schätzen Sie den Gegner ein?
„In dieser Liga gibt es keinen Gegner, den wir als schwach einschätzen dürften. Die Liga ist sehr ausgeglichen. Wir sind durch die Ergebnisse des Wochenendes gewarnt, als Erkenschwick nur knapp in Windeck verloren hatte. Die Erkenschwicker hatten es meiner Mannschaft schon im Hinspiel bei unserem 1:0-Sieg sehr schwer gemacht. Sie haben einige gute Jungs in ihren Reihen und werden daheim noch engagierter auftreten.“

Wie sieht es personell aus?
„Ich hoffe, dass ich aus dem Vollen schöpfen kann. Emrah Uzun arbeitet nach seinem Muskelbündelriss bereits wieder in der Reha. Er hat keine Schmerzen mehr. Sobald der Arzt sagt, dass kein Risiko mehr besteht, wird er im Training wieder herangeführt.“

Von MSPW

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